Der Unbequeme

Eine »Zeitreise« mit Stefan Aust

Autobiographie im Gespräch

Der Journalist Stefan Aust (Die Welt) im Gespräch zu seiner Autobiografie »Zeitreise« mit Marcus Thielking (Leiter Feuilleton, Sächsische Zeitung).

Bequemlichkeit ist seine Sache nicht. Während andere mit 74 Jahren ihren Ruhestand genießen, bleibt Stefan Aust umtriebig und, wie eh und je, unbequem. Egal, wo er während seiner journalistischen Laufbahn gewirkt hat, sei es bei der linken Studentenzeitschrift »Konkret« oder als Chefredakteur der tendenziell konservativen Tageszeitung »Die Welt«, Aust legte immer den Finger in die Wunde.

Seine Berichterstattung beim politischen Fernsehmagazin »Panorama« machte ihn in den 70er und 80er Jahren berüchtigt, Spiegel TV ließ ihn später berühmt, wenn nicht gar zur Ikone des kritischen Journalismus werden. Das Fundament legten aber seine Publikationen, insbesondere sein Buch »Der Baader-Meinhof-Komplex«, das als Standardwerk über den frühen RAF-Terrorismus gilt. Später nahm er in »Heimatschutz« die Verwicklungen von NSU und Verfassungsschutz ins Visier.

Weder vor Linken noch Rechten und auch nicht vor der Staatsgewalt kuschte er, selbst dann nicht, wenn ihm Steine in den Weg gelegt wurden. In seiner Autobiografie »Zeitreise« schaut Aust deshalb nicht nur auf sein Leben zurück, sondern erzählt zugleich eine Geschichte der deutschen Bundesrepublik.

Das Gespräch wurde am 3. Juni 2021 im Militärhistorischen Museum in Dresden aufgezeichnet.

Headerbild: Journalist und Moderator Stefan Aust © United Archives GmbH / Alamy Stock Foto

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