Zwei Dekaden am Hindukusch

Bundeswehrsoldaten im Gespräch über ihre Einsatzerfahrungen in Afghanistan

Moderation: Oberstleutnant Dr. Rudolf J. Schlaffer

17. Oktober 2022, 18 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr

Als im Dezember 2001 der Bundestag über die deutsche Beteiligung an der International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan abstimmte, ahnte wohl noch keiner, dass damit der längste Auslandseinsatz mit Kampfgeschehen der Bundeswehr begann. Ursprünglich für sechs Monate geplant, dehnte er sich auf 20 Jahre aus. In diesen zwei Dekaden änderte sich der Einsatz am Hindukusch grundlegend. Die Friedensmission entwickelte sich zum Kampfeinsatz, der die Soldatinnen und Soldaten mit der Realität des Krieges konfrontierte. Sie mussten kämpfen und töten, wurden verwundet, sahen Menschen sterben. 59 Soldaten verstarben im Dienst, 35 davon fielen durch Fremdeinwirkung. Nicht wenige erlebten in Afghanistan prägende, wenn nicht sogar traumatisierende Ereignisse. Weil es noch immer kein Leichtes ist, in der Öffentlichkeit über den Einsatz zu sprechen, tun es auch nur wenige. Zu ihnen gehören Brigadegeneral Christian Nawrat, Stabsfeldwebel Markus Götz, Autor des Afghanistantagebuchs »Hier ist Krieg«, sowie Wolf Gregis, der 2008/09 als Oberleutnant in Afghanistan diente und seine Erlebnisse literarisch verarbeitete. Zusammen mit Dr. Philipp Münch, Historiker am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, sprechen sie über die Einsatzerfahrungen in Afghanistan.
Moderation: Oberstleutnant Dr. Rudolf J. Schlaffer, Direktor Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Eintritt frei

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Headerbild: Deutsche Soldaten bei Kundus, 2010 © picture alliance / dpa / Martin Staudinger

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