Woher kommt die Wut im Osten?

Forum Museum

Montag, 27. Mai, 18 Uhr

Diskussion mit Ines Geipel (Autorin und Professorin an der Hochschule für Schaulspielkunst "Ernst Busch"), Annekatrin Klepsch (Dresdner Kulturbürgermeisterin) und Ulrich Wolf (Journalist, Sächsische Zeitung)
Moderation: Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung)

In Deutschland haben sich nicht erst seit der Bundestagswahl die politischen Koordinaten verändert. Schon seit einigen Jahren artikulieren sich auf den Straßen, aber auch und bisweilen noch vehementer in Kommentarspalten und Timelines sozialer Medien Wut, Hass, Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut. Der "Wutbürger" ist zum Synonym für einen Rechtsdruck geworden, der vor allem im Osten seine Heimat hat. Doch woher kommt die Wut im Osten? Was bedeutet es für andere, diese Wut und diesen Hass zu erfahren? Wie geht man damit um? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Demokratie? Kann die offene, pluralistische Gesellschaft erhalten werden? Und wenn ja, wie? Moderiert von Cornelius Pollmer, der als Journalist zahlreiche Berichte über die ostdeutsche Gesellschaft verfasste, werden die in Dresden geborene Autorin Ines Geipel, die Kulturbürgermeisterin in der Landeshauptstadt Annekatrin Klepsch und der Journalist der Sächsischen Zeitung Ulrich Wolf über ihre Erfahrungen mit ostdeutscher Wut, ihre möglichen Gründe und die Zukunft unserer Gesellschaft diskutieren.


Erstes Dresdner Armeequartett: Bundeswehr vs. Nationale Volksarmee

Forum Museum
Renommierte Fachleute wetteifern um die Gunst des Publikums: Welche Armee war die bessere?

Montag, 03. Juni, 18 Uhr

Bei der Auseinandersetzung mit vergangenen militärischen Konflikten wünscht sich ein Teil des Publikums häufig die Beantwortung scheinbar einfacher Fragen, die aber auch durch komplexe historische Untersuchungen nur teilweise beantwortet werden können. Das neue Veranstaltungsformat "Armeequartett" macht dieses Dilemma zum Programm. Auf Grundlage der aus Jugendzeiten wohlbekannten Quartettspiele stellen wir an diesem Abend den Technikaspekt in den Mittelpunkt und vergleichen die beiden deutschen Armeen des Kalten Krieges ausschließlich anhand ausgewählter Waffensysteme. Zu den ausgewählten Waffensystemen Kampfpanzer, Kampfflugzeuge und Flugkörperschnellboote werden renommierte Fachleute in jeweils nur zehn Minuten ein Bundeswehr- bzw. NVA-Pendant vorstellen, anschließend entscheidet das Publikum. Spannend, lehrreich und unterhaltsam zugleich wird die Technikgeschichte in ihren vielfältigen Facetten vermittelt und zugleich geklärt, welche Armee in welchem Bereich vielleicht einen Vorteil verbuchen konnte.


"Der Führer Adolf Hitler ist tot."
Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944.
Eine Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr zum zivil-militärischen Widerstand gegen das NS-Regime

Eröffnung Sonderausstellung

Donnerstag, 04. Juli, 18 Uhr

Am 20. Juli 1944 erfolgte ein Sprengstoffattentat auf Hitler. Der Oberst i.G. Claus Graf Schenk von Stauffenberg wollten den "Führer" in der Lagebaracke im Führerhauptquartier "Wolfschanze" töten. Das Attentat sollte die Initalzündung für einen Staatsstreich (Unternehmen "Walküre") bilden, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. Die Nachricht "Der Führer Adolf Hitler ist tot" wurde im deutschen Machtbereich verschickt. Doch Hitler überlebte und holte zum Gegenschlag aus. Der Staatsstreich scheiterte. Stauffenberg und vier seiner Mitverschwörer wurden noch in der darauffolgenden Nacht erschossen. Viele weitere Hinrichtungen folgten.

75 Jahre danach präsentiert das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden eine Sonderausstellung zu diesem zentral historischen Ereignis. Zu den erstmals öffentlich gezeigten Exponaten zählt auch die Lagebaracke aus dem Hollywoodfilm "Operation Walküre" mit Tom Cruise von 2008.


Für Freiheit - Recht - Zivilcourage. 75 Jahre 20. Juli 1944

Fachtagung in Kooperation mit der TU Chemnitz, der Stiftung "Erinnerung Begegnung Integration - Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen" und der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944

04. - 06. Juli

Der Versuch vieler Aufrichtiger aus allen politischen Lagern, sich des totalitären Unrechtsregimes der Nationalsozialisten gewaltsam zu entledigen, ist Anlass zu einer Fachtagung, die grundsätzliche Formen des Widerstandes gegen rechtsradikale Strömungen und rechtsextreme Gesinnungen aufzeigt. Was Widerstand heißt und aus welchen Quellen er sich speisen kann, belegt vorbildhaft ein Blick auf das Attentatsgeschehen von 1944 und die mit ihm verbundenen Folgen. Deutlich wird, dass auch Sachsen im Dritten Reich nicht nur eine Hochburg des Nationalsozialismus war. Eine Vielzahl herausragender Widerstandskämpfer stammte aus dem Freistaat und fiel nach dem 20. Juli 1944 nationalsozialistischer Vergeltung zum Opfer.

Die Tagung wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium des Innern und steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachen, Herrn Michael Kretschmer.


Museumsnacht

Samstag, 06. Juli, 18 - 1 Uhr

Während der diesjährigen Dresdner Museumsnacht ist die neue Sonderausstellung zum 75. Jahrestag des Hitler-Attentates in unserer Ausstellungshalle hinter dem Hauptgebäude geöffnet. Neben Protagonisten, Planungen, Verlauf und Scheitern von Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944 ist auch die originale Filmkulisse des Attentartortes (Barackenraum im Führerhauptquartier "Wolfschanze") aus dem US-Film "Valkyrie" von 2008 zu besichtigen.

Kurzführungen, exklusive Kuratorenführungen und ein Multimediavortrag zur Darstellung des Hitler-Attentates im Film ergänzen das Angebot zur Museumsnacht.

Programm:
19 und 21 Uhr: Exklusive Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung mit Dr. Magnus Pahl (MHM)
20 Uhr: Killing the Beast - Der 20. Juli im Film. Multimedialer Kurzvortrag mit Filmhistoriker Jan Kindler (MHM)
Laufend: Kurzführungen durch die Sonderausstellung (Ort: Ausstellungshalle hinter dem Hauptgebäude)