Formation der Körper

Der uniformierte Körper des Soldaten, das Prinzip von Befehl und Gehorsam, ein diszipliniertes Funktionieren jedes Einzelnen bestimmen die Strukturen im Gesamtorganismus aller Armeen. Die Formierung markiert einen wichtigen Schritt, um aus dem Zivilisten einen Soldaten zu machen. Anschaulich gemacht wird dies beispielsweise in den geradezu künstlerischen Choreographien der Truppenbewegung, den Marschordnungen, dem Drill und der Formalausbildung. Sie alle bildeten zu allen Zeiten ein Grundgerüst militärischer Ordnung und dienten und dienen der Demonstration militärischer Disziplin und staatlicher Macht.

Anschaulichkeit im Einzelnen ...

Im ersten Geschoss des Libeskindbaus wird das abstrakte Thema der Formation der Körper anschaulich heruntergebrochen. In einer 30 Meter langen Tischvitrine wird anhand eines einzelnen Soldaten vom Einberufungsbescheid über den Weg des zivilen Individuums zum fertig ausgebildeten Soldaten bis hin zu Ausmusterung und gewaltsamen Tod dieser Prozess beschrieben.

... und in der Gesamtheit

Parallel sind an der Wand 13.000 vollplastische Kleinfiguren und Fahrzeuge zu sehen. Sie gehören zu einer bayerischen Infanteriedivision aus dem Ersten Weltkrieg. Alle Figuren sind einfarbig gefaßt und symbolisieren so das Bild vom namenlosen "universal soldier". Eine kleine Figur ist farbig angemalt, deren Biographie, stellvertretend für die vielen unbekannten Soldaten erzählt wird. 13.000 - genauso viele Soldaten starben im Ersten Weltkrieg alle 48 Stunden.

Die Formation der Körper ist einer von drei Ausstellungsteilen im ersten Geschoss des Themenparcours. Des Weiteren finden Sie hier die Themen „Tiere und Militär“ und „Leiden am Krieg“.

Interaktiver Museumsplan



Kurzinfo

  • Themenparcours
  • rechter Keilflügel
  • 1. Obergeschoss