Krieg und Gedächtnis

Der Ausstellungsbereich im dritten Obergeschoss des Libeskind-Keils ist ganz dem Thema „Krieg und Gedächtnis“ gewidmet. In den drei Armen des Keils befinden sich jeweils drei massive Rollregale mit geschlossenen Außenwänden, wie man sie aus Archiven kennt. Auf den Außenwänden der beweglichen Regalanlagen werden Videoarbeiten von drei Künstlerinnen projiziert, die sich mit Personen und Ereignisse aus der Militärgeschichte und ihrer Wahrnehmung auseinandersetzen.

Gedächtnis

Jeder Mensch steckt voller Erinnerungen. Doch nicht nur individuell sondern auch in der Gemeinschaft bilden geschichtliche Ereignisse ein kollektives Gedächtnis aus. Dieses spiegelt sich in materiellen und ideellen Erinnerunsorten, in Denkmälern, Gedenkfeiern, Mythen und Ritualen. Auch das Museum ist ein Ort des Erinnerns. Rollregale dienen der sachlichen Ordnung in den Archiven. Sie sind Depotsysteme, in denen Dokumente und Gegenstände der Vergangenheit eingelagert und aufbewahrt werden.

Kontrastierende und gemeinsame Erinnerung

In jedem der Rollregale in diesem Teil des Themenparcours befinden sich 16 Vitrinen. Von diese stehen sich jeweils zwei gegenüber. Die Ausstellungsstücke beschäftigen sich mit den Fragen „An wen wird erinnert?“, „An was wird erinnert?“ und „Wie wird erinnert?“. Durch diese räumliche Gegenüberstellung können gegenläufige Sichtweisen und Perspektiven auf Ereignisse dargestellt werden. Die Besucher können dabei selbst entscheiden, welche Vitrinen gezeigt werden sollen und welche Erinnerungen sie somit offen legen möchten.