Führungsangebote in den Sonderausstellungen

"Der Führer Adolf Hitler ist tot." Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944 (5. Juli bis 3. Dezember 2019)

Am 20. Juli 1944 erfolgte ein Sprengstoffattentat auf Hitler. Der Oberst i.G. Claus Graf Schenk von Stauffenberg wollte den "Führer" in der Lagebaracke im Führerhauptquartier "Wolfschanze" töten. Das Attentat sollte die Initialzündung für den Staatsstreich (Unternehmen "Walküre") bilden, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. Die Nachricht "Der Führer Adolf Hitler ist tot" wurde im deutschen Machtbereich verschickt. Doch Hitler überlebte und holte zum Gegenschlag aus. Der Staatsstreich scheiterte. Stauffenberg und drei seiner Mitverschwörer wurden noch in der darauffolgenden Nacht erschossen. Viele weitere Hinrichtungen folgten. 

75 Jahre danach präsentiert das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden eine Sonderausstellung zu diesem zentralen historischen Ereignis. Neben erstmals öffentlich gezeigten Exponaten wird auch die Lagebaracke aus dem Hollywood-Film "Operation Walküre" von 2008 mit Tom Cruise zugänglich sein.

+ Öffentliche Führungen  

Samstag, Sonntag: 10.30 Uhr, 14.30 Uhr 

zusätzlich in den Ferien (8. Juli bis 16. August 2019, 14. bis 25. Oktober 2019) Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10.30 Uhr 

Treffpunkt: Foyer im Hauptgebäude 

+ Führungen für Gruppen nach Anmeldung 

+ Führung für Jugendliche  

In der Ausstellung lernst du mutige Männer und Frauen kennen, die im Widerstand gegen Adolf Hitler waren. Du erfährst, warum sie sich zu einem Attentat entschlossen haben und was am 20. Juli 1944 passiert ist. 

Du kannst außerdem durch eine originale Filmkulisse gehen. Die Baracke, in der das Attentat stattgefunden hat, wurde für einen Hollywood-Film nach- und im Museum wiederaufgebaut. Der Film heißt "Operation Walküre - das Stauffenberg-Attentat". Die Hauptrolle spielte Tom Cruise. 

Dauer: ca. 90 Minuten 

11-14 Jahre 

Dienstag 9.7., 16.7., 23.7., 30.7., 6.8., 13.8.:12 Uhr 

Treffpunkt: Foyer im Hauptgebäude 

keine Anmeldung 

kein Eintritt, keine Führungsgebühr 

 

 

VORSCHAU 

Krieg, Sieg, Nation. Wie das deutsche Kaiserreich entstand (April 2020 bis Januar 2021)

Drei Kriege, drei Siege, eine Nation? Forciert durch Bismarcks Machtpolitik und die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wurde 1871 der erste deutsche Nationalstaat gegründet. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr nimmt die 150-jährige Wiederkehr der Kaiserreichsgründung zum Anlass für eine große Sonderausstellung. Welche Ziele und Hoffnungen verbanden damals Menschen mit der Idee der Nation? 

Ausgehend von den europäischen Revolutionen 1848/49 zeigt die Ausstellung eine Epoche von ungeheurer Dynamik. Fabriken, Eisenbahnen, Telegrafen, Massenpresse und das Streben nach gesellschaftlicher Teilhabe veränderten nicht nur den Alltag der Menschen. Sie veränderten auch die politischen Handlungsspielräume und die Art und Weise, wie Kriege geführt wurden. Während immer effizientere Geschütze und Gewehre entwickelt wurden, organisierten sich Bürger und Bürgerinnen, um das Leid auf den Schlachtfeldern zu lindern.  

Nation, Krieg und Fortschrittsglauben waren im 19. Jahrhundert eng verflochten. Welche Folgen hatten die Siege unter preußischer Führung für Deutschland? Welche Auswirkungen hatten sie für das Selbstverständnis der damals unterlegenen Staaten? 

 

*Angebot für Schulklassen 

+ Krieg, Sieg, Nation. Führung durch die Sonderausstellung 

Im Rundgang lernen die Schülerinnen und Schüler den Zeitraum 1848-1871 als eine Epoche von großer Dynamik kennen, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach politischer Teilhabe, durch industrielle Entwicklung, gesellschaftlichen Wandel und nationale Ideen. Im Zentrum stehen die Reichseinigungskriege gegen Dänemark 1864, Österreich 1866 und Frankreich 1870/71 sowie die Gründung des ersten deutschen Nationalstaates unter Preußens Führung.  

Dauer: 90 Minuten 

ab Klasse 7 

+ Revolution von oben. Der Prozess der Reichseinigung 1848-1871. Führung mit Gruppenarbeit,  

Welche Hoffnungen und Ziele verbanden die Menschen mit der Idee der Nation? Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Exponaten, die von der Revolution 1848/49, von nationalen, liberalen und konservativen Vorstellungen eines deutschen Reiches sowie von der Gründung des Kaiserreichs erzählen. 

Dauer: 120 Minuten 

Klasse 11-13