Männlicher Krieg? Weiblicher Frieden?
GEWALT UND GESCHLECHT

ab 27. April 2018

Bis heute hält sich die Festschreibung der Geschlechterverhältnisse im Zusammenhang von Krieg und Gewalt – Frieden als weibliches Gegenbild zum „männlichen“ Krieg – hartnäckig. Doch welchem Zweck dient die Aufteilung der Welt in männliche und weibliche Sphären? Lässt sich der Mensch wirklich im Modell des aggressiven Mannes und der friedfertigen Frau abbilden? Und sind Krieg und Frieden eine Frage des Geschlechts? 

Die Ausstellung „Gewalt und Geschlecht“ nimmt verschiedene methodische Ansätze der Geschlechterforschung auf. Sie befasst sich mit Fragen zu geschlechtsspezifischen Rollenverteilungen und zu Ursprüngen und Gegenwart gesellschaftlicher Hierarchien und Machtverhältnisse, in denen Gewalt ausgeübt und wirksam wird. 

 

targeted interventions
Künstlerische Flugobjekte und Körperwesen erobern das MHM

Im Rahmen der Sonderausstellung „Gewalt und Geschlecht“ wird auch das Projekt „targeted interventions“ – zu Deutsch: „gezielte Interventionen“ – als Ausstellung in der Ausstellung im Außenbereich des Museums starten. Dort, wo sonst Panzer und Raketen stehen, wird ein Parcours mit Werken zeitgenössischer Kunst aufgebaut. Dieser macht Positionen von internationalen Künstlerinnen und Künstlern sichtbar und bildet Schau- und Denkwerte, die sich mit Themen des Gewaltsamen und Aspekten des Geschlechtlichen auseinandersetzen.

Das Projekt „targeted interventions“ wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

 

 

© MHM / Kunstwerk >Craisy Daisy< von Birgit Dieker