Krieg, Sieg, Nation. Wie das deutsche Kaiserreich entstand (April 2020 bis Januar 2021)

Drei Kriege, drei Siege, eine Nation? Forciert durch Bismarcks Machtpolitik und die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wurde 1871 der erste deutsche Nationalstaat gegründet. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr nimmt die 150-jährige Wiederkehr der Kaiserreichsgründung zum Anlass für eine große Sonderausstellung. Welche Ziele und Hoffnungen verbanden damals Menschen mit der Idee der Nation? 

Ausgehend von den europäischen Revolutionen 1848/49 zeigt die Ausstellung eine Epoche von ungeheurer Dynamik. Fabriken, Eisenbahnen, Telegrafen, Massenpresse und das Streben nach gesellschaftlicher Teilhabe veränderten nicht nur den Alltag der Menschen. Sie veränderten auch die politischen Handlungsspielräume und die Art und Weise, wie Kriege geführt wurden. Während immer effizientere Geschütze und Gewehre entwickelt wurden, organisierten sich Bürger und Bürgerinnen, um das Leid auf den Schlachtfeldern zu lindern.  

Nation, Krieg und Fortschrittsglauben waren im 19. Jahrhundert eng verflochten. Welche Folgen hatten die Siege unter preußischer Führung für Deutschland? Welche Auswirkungen hatten sie für das Selbstverständnis der damals unterlegenen Staaten? 

Führungsangebote in den Sonderausstellungen

"Der Führer Adolf Hitler ist tot." Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944 (5. Juli bis 3. Dezember 2019)

Am 20. Juli 1944 erfolgte ein Sprengstoffattentat auf Hitler. Der Oberst i.G. Claus Graf Schenk von Stauffenberg wollte den "Führer" in der Lagebaracke im Führerhauptquartier "Wolfschanze" töten. Das Attentat sollte die Initialzündung für den Staatsstreich (Unternehmen "Walküre") bilden, um die Macht in Deutschland zu übernehmen. Die Nachricht "Der Führer Adolf Hitler ist tot" wurde im deutschen Machtbereich verschickt. Doch Hitler überlebte und holte zum Gegenschlag aus. Der Staatsstreich scheiterte. Stauffenberg und drei seiner Mitverschwörer wurden noch in der darauffolgenden Nacht erschossen. Viele weitere Hinrichtungen folgten. 

75 Jahre danach präsentiert das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden eine Sonderausstellung zu diesem zentralen historischen Ereignis. Neben erstmals öffentlich gezeigten Exponaten wird auch die Lagebaracke aus dem Hollywood-Film "Operation Walküre" von 2008 mit Tom Cruise zugänglich sein.

+ Öffentliche Führungen  

Samstag, Sonntag: 10.30 Uhr, 14.30 Uhr 

zusätzlich in den Ferien (8. Juli bis 16. August 2019, 14. bis 25. Oktober 2019) Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10.30 Uhr 

Treffpunkt: Foyer im Hauptgebäude 

+ Führungen für Gruppen nach Anmeldung 

+ Führung für Jugendliche  

In der Ausstellung lernst du mutige Männer und Frauen kennen, die im Widerstand gegen Adolf Hitler waren. Du erfährst, warum sie sich zu einem Attentat entschlossen haben und was am 20. Juli 1944 passiert ist. 

Du kannst außerdem durch eine originale Filmkulisse gehen. Die Baracke, in der das Attentat stattgefunden hat, wurde für einen Hollywood-Film nach- und im Museum wiederaufgebaut. Der Film heißt "Operation Walküre - das Stauffenberg-Attentat". Die Hauptrolle spielte Tom Cruise. 

Dauer: ca. 90 Minuten 

11-14 Jahre 

Dienstag 9.7., 16.7., 23.7., 30.7., 6.8., 13.8.:12 Uhr 

Treffpunkt: Foyer im Hauptgebäude 

keine Anmeldung 

kein Eintritt, keine Führungsgebühr 

 

 

VORSCHAU 

Krieg, Sieg, Nation. Wie das deutsche Kaiserreich entstand (April 2020 bis Januar 2021)

Drei Kriege, drei Siege, eine Nation? Forciert durch Bismarcks Machtpolitik und die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wurde 1871 der erste deutsche Nationalstaat gegründet. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr nimmt die 150-jährige Wiederkehr der Kaiserreichsgründung zum Anlass für eine große Sonderausstellung. Welche Ziele und Hoffnungen verbanden damals Menschen mit der Idee der Nation? 

Ausgehend von den europäischen Revolutionen 1848/49 zeigt die Ausstellung eine Epoche von ungeheurer Dynamik. Fabriken, Eisenbahnen, Telegrafen, Massenpresse und das Streben nach gesellschaftlicher Teilhabe veränderten nicht nur den Alltag der Menschen. Sie veränderten auch die politischen Handlungsspielräume und die Art und Weise, wie Kriege geführt wurden. Während immer effizientere Geschütze und Gewehre entwickelt wurden, organisierten sich Bürger und Bürgerinnen, um das Leid auf den Schlachtfeldern zu lindern.  

Nation, Krieg und Fortschrittsglauben waren im 19. Jahrhundert eng verflochten. Welche Folgen hatten die Siege unter preußischer Führung für Deutschland? Welche Auswirkungen hatten sie für das Selbstverständnis der damals unterlegenen Staaten? 

 

*Angebot für Schulklassen 

+ Krieg, Sieg, Nation. Führung durch die Sonderausstellung 

Im Rundgang lernen die Schülerinnen und Schüler den Zeitraum 1848-1871 als eine Epoche von großer Dynamik kennen, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach politischer Teilhabe, durch industrielle Entwicklung, gesellschaftlichen Wandel und nationale Ideen. Im Zentrum stehen die Reichseinigungskriege gegen Dänemark 1864, Österreich 1866 und Frankreich 1870/71 sowie die Gründung des ersten deutschen Nationalstaates unter Preußens Führung.  

Dauer: 90 Minuten 

ab Klasse 7 

+ Revolution von oben. Der Prozess der Reichseinigung 1848-1871. Führung mit Gruppenarbeit,  

Welche Hoffnungen und Ziele verbanden die Menschen mit der Idee der Nation? Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Exponaten, die von der Revolution 1848/49, von nationalen, liberalen und konservativen Vorstellungen eines deutschen Reiches sowie von der Gründung des Kaiserreichs erzählen. 

Dauer: 120 Minuten 

Klasse 11-13 

`The Führer Adolf Hitler is dead.` 
Attempted Assassination and Coup d'Ètat on 20 July 1944.
A special Exhibition by the Bundeswehr Museum of Military History on the civil-Military resistance against the National Socialist regime

on display from 5 July 2019

On 20 July 1944, an attempt was made to kill Hitler with an explosive charge. Colonel (General Staff) Claus Schenk Graf von Stauffenberg intended to assassinate the dictator in the operations room of the ‘Wolf’s Lair’ headquarters (Führerhauptquartier Wolfsschanze. The attempt on Hitler’s life was to be the trigger for a coup d’état (code name ‘Valkyrie’), with which a group of military and civilian dissenters tried to dispose of the National Socialist regime of injustice. After the assassination attempt, they tried to gain sufficient followers throughout Germany’s sphere of influence by spreading the news ‘The Führer Adolf Hitler is dead’. But Hitler survived and retaliated. The attempted coup had failed. Stauffenberg and four of his conspirators were shot in that same night from 20 to 21 July. Many more executions followed.

Until today, Stauffenberg and the failed assassination attempt on Hitler have retained their prominent role in the German culture of remembrance. Only recently, the Hollywood movie “Operation Valkyrie“ (2008) starring Tom Cruise has once again drawn attention to these events. However, little is known about the events preceding “20 July” which took place from 1938 on and started with initial plannings for a coup d’état.

On 4 July 2019, the Bundeswehr Museum of Military History (MHMBw) is opening a special exhibition on this subject. Organizer of this exhibition is Dr. Magnus Pahl, who previously was curator of the special exhibition “Achtung Spione! Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956“ (Beware of Spies! Secret Services in Germany between 1945 and 1956).

22 posters are at the heart of this exhibition. They display the essential facts related to the background, course and consequences of the assassination attempt and also tell the reception history. 14 of these posters present key actors of the civil-military resistance as well as their motives that made them establish the opposition to the Nazi regime. The Bundeswehr Museum of Military History (MHMBw) will make the set of posters presented in this exhibition available to Bundeswehr agencies as educational and informative material for their military and civilian personnel.

The special exhibition by the Bundeswehr Museum of Military History, on display from 4 July to 3 December 2019, also includes an extensive photo collage, which will take the audience back to the year 1944 as a start. Visitors will thus gain an impression of the military, social and political situation in the German Reich during the penultimate year of the war. Hitherto never publicly displayed exhibits offer direct insight into the conspirators’ mind-sets. The most outstanding object of the exhibition is a prop of the movie “Operation Valkyrie“: The set representing the operations room of the ‘Wolf’s Lair’ headquarters. The set is furnished and illuminated exactly as during the film shooting. Here, the visitor will be able to immerse into the scenery and experience first-hand the situation immediately before the detonation of Stauffenberg’s bomb.

 

"Der Führer Adolf Hitler ist tot."
Attentat und Staatsstreichversuch am 20. Juli 1944.
Eine Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr zum zivil-militärischen Widerstand gegen das NS-Regime

ab 5. Juli 2019

Am 20. Juli 1944 erfolgte ein Sprengstoffattentat auf Hitler. Der Oberst i.G. Claus Graf Schenk von Stauffenberg wollte den Diktator in der Lagebaracke im Führerhauptquartier „Wolfschanze“ töten. Das Attentat sollte die Initialzündung für einen Staatsstreich (Deckname „Walküre“) bilden, mit dem eine Gruppe oppositioneller Militärs und Zivilisten das NS-Unrechtsregime zu beseitigen trachtete. Mit der Nachricht „Der Führer Adolf Hitler ist tot“ versuchten sie sich nach dem Attentat ausreichende Gefolgschaft im deutschen Machtbereich zu sichern. Doch Hitler überlebte und holte zum Gegenschlag aus. Der Umsturz scheiterte. Stauffenberg und vier seiner Mitverschörer wurden noch in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli erschossen. Viele weitere Hinrichtungen folgten.

Bis heute nehmen Stauffenberg und das misslungene Attentat auf Hitler einen festen Platz in der deutschen Erinnerungskultur ein. Zuletzt machte der Hollywood-Film „Operation Walküre“ (2008) mit Tom Cruise in der Hauptrolle erneut auf die Ereignisse aufmerksam. Eher im Dunklen blieb dagegen die Vorgeschichte des „20. Juli“, die 1938 mit ersten Planungen für einen Staatsstreich einsetzt.

Am 4. Juli 2019 eröffnet das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHMBw) eine Sonderausstellung zum Thema. Ausstellungsmacher ist Dr. Magnus Pahl, der im MHMBw zuletzt die Sonderausstellung „Achtung Spione! Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956“ kuratiert hat.

Den Kern der Ausstellung bilden 22 Plakate. Sie wollen die wesentlichen Fakten zu Vorgeschichte, Verlauf und Folgen des Attentats sowie die Rezeptionsgeschichte vermitteln. Davon stellen 14 Plakate wichtige Akteure des zivil-militärischen Widerstandes und ihre Beweggründe vor, die sie in die Opposition gegen das NS-Regime geführt haben. Der Plakatsatz der Ausstellung wird Dienststellen der Bundeswehr zur Unterrichtung und Information der Soldatinnen und Soldaten sowie der zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seitens des MHMBw zur Verfügung gestellt.

In der Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums vom 4. Juli bis zum 3. Dezember 2019 werden die Besucher zudem in einer raumgreifenden Fotocollage zunächst in das Jahr 1944 zurückversetzt. Sie gewinnen so einen Eindruck von der militärischen, gesellschaftlichen und politischen Lage des Deutschen Reiches im vorletzten Kriegsjahr. Bisher nicht öffentlich gezeigte Exponate ermöglichen einen unmittelbaren Zugang in die Gedankenwelt der Verschwörer. Das herausragende Exponat der Ausstellung ist ein Filmrequisit: die für „Operation Walküre“ angefertigte Kulisse des Besprechungsraumes der Lagebaracke. Eins zu eins wie bei den Dreharbeiten eingerichtet und ausgeleuchtet, vermag man hautnah die Situation kurz vor der Detonation von Stauffenbergs Bombe zu erfahren.

 

lyrix-Schreibwerkstatt für junge Lyrik


mit Max Czollek

18. März 2019, 15.30 - 18.30 Uhr
im Militärhistorischen Museum Dresden
für Jugendliche von 14 - 20 Jahren
kostenfrei


© Stefan Loeber


Du schreibst Gedichte? Du interessierst dich für Lyrik? Du suchst Inspiration zum Schreiben?
Dann nutze die einmalige Chance, an einer lyrix-Schreibwerkstatt des Berliner Lyrikers Max Czollek teilzunehmen.
Gastgeber ist das Militärhistorische Museum. Anmeldung erforderlich.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung, Fragen und Bestellung von Aushängen und Handzetteln an:
Museumspädagogik, Ines Schnee, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, (0351) 823 - 2794





Lyrix ist der Bundeswettbewerb für junge Lyrik. Lyrix veranstaltet nicht nur Schreibwerkstätten, sondern vergibt jedem Monat ein neues Thema. Informationen dazu ab März 2019 unter: www.bundeswettbewerb-lyrix.de