Männlicher Krieg? Weiblicher Frieden?
GEWALT UND GESCHLECHT

Donnerstag, 26. April, 18 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung

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"NICHTS IST UNERTRÄGLICHER ALS EINE MÄCHTIGE FRAU"
MARIA THERESIA, GEWALT UND GESCHLECHT

Donnerstag, 03. Mai, 18 Uhr
Forum Museum
Lesung und Gespräch
Zu Gast: Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger
Moderation: Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

Die Habsburgerin Maria Theresia gilt als charismatische Ausnahmegestalt: souveräne Herrscherin, gewaltbereite Kriegsherrin und zugleich tugendhafte Ehefrau und sechzehnfache Mutter. Diese scheinbar widersprüchliche Verbindung von "männlichen" und "weiblichen" Tugenden in einer Person hat die Beobachter seit jeher irritiert und fasziniert - ein Verstoß gegen die Geschlechterrollen, der sich nur als absolute Ausnahme der Regel ertragen ließ. Barbara Stollberg-Rilinger, die für ihre Biographie über die charismatische Herrscherin unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, setzt sich an diesem Abend mit diesen Zuschreibungen auseinander und fragt danach, was die Geschichte Maria Theresias über das Verhältnis von Gewalt und Geschlecht im 18. und 19. Jahrhundert verrät.



AMAZONEN IM 18. JAHRHUNDERT?
Weibliche Soldaten zwischen Heroisierung und Abweichung

Montag, 14. Mai, 18 Uhr
Forum Museum
Vortrag und Gespräch
Zu Gast: Prof. Dr. Marian Füssel, Göttingen
Moderation: Dr. Gerhard Bauer, Historiker und Kurator am MHM

Die Armeen des 17. und 18. Jahrhunderts scheinen auf den ersten Blick reine Männerdomänen, allenfalls noch ergänzt durch einige weibliche Begleiterinnen im Tross. Doch bei näherer Betrachtung finden sich in fast allen europäischen Ländern auch Frauen in Uniform, die als Männer verkleidet bis zu ihrer Entdeckung regulären Dienst taten, vielfach aktiv kämpften und als Heldinnen gefeiert wurden, obwohl sie die patriarchalische Ordnung des Militärs damit provozierten.
Warum nun aber wurden manche Frauen vor Gericht gestellt, andere hingegen mit einer Pension ehrenvoll aus dem Dienst entlassen? Wie wurden solche Amazonen zu Heldinnen, wie zu gefährlichen Abweichlerinnen gemacht? Der renommierte Göttinger Historiker Marian Füssel wird in seinem Vortrag dieses Spannungsfeld von Heroisierung und Abweichung beleuchten und Einblick geben in das Verhältnis von Gewalt und Geschlecht im historischen Wandel.