Feuernacht in Dresden: Ein Überlebender erzählt

Forum Museum
Montag, 12. Februar, 18:00 Uhr 


©Bloomsbury/VictorGregg

 

Zu Gast: Victor Gregg, London im Gespräch mit Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung/London
In englischer Sprache mit Simultanübersetzung

Auf den 14. Februar 1945 war seine Hinrichtung festgesetzt worden. Doch statt einem deutschen Exekutionskommando kamen die Alliierten Bomber. Viktor Gregg, geboren 1919 in London, erlebte als einziger Brite die Angriffe in Dresden über der Erde. Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte er gegen die Nazis gekämpft. Mit der Rifle Brigade war er in El-Alamein, beim Italienfeldzug und als Fallschirmspringen bei der Schlacht um Arnheim; wo er in Kriegsgefangenschaft geriet. Nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen wurde er bei einem Sabotageakt in einer Dresdner Fabrik gefasst und zum Tode verurteilt.

Im Gespräch mit dem London-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung Alexander Menden berichtet Victor Gregg aus erster Hand von den Zerstörungen im Februar 1945. Nachdem er jahrzehntelang über die traumatisierenden Erlebnisse in Dresden kaum sprechen konnte, berichtet er jetzt auch davon, wie er im Anschluss fünf Tage lang half, Überlebende und Opfer aus den Luftschutzkellern zu bergen.


Rommel Reloaded - Der "Wüstenfuchs" auf dem Prüfstand

Montag, 26. Februar, 18 Uhr
Forum Museum

Zu Gast: Prof. Dr. Johannes Hürter (München) und Dr. Peter Lieb (Potsdam)
Moderation: Dr. Armin Wagner, Oberstleutnant und Direktor MHM

Winston Churchill zollte ihm großen Respekt, Kasernen der Bundeswehr sind nach ihm benannt und selbst in der Popkultur härterer Gangart ist er präsent. Wohl kein anderer NS-General erregt und fasziniert bis heute die Gemüter so sehr wie Erwin Rommel.

Für die einen ist des "Führers Lieblingsgeneral" ein NS-Verbrecher. Für die anderen ist er der "Wüstenfuchs", ein ehrenhafter Soldat und cleverer Stratege. Und für manche gehört er sogar zum Widerstand. Wer war nun Rommel? Held? Widerständler? Opportunist? Kann die Bundeswehr beim Ringen um ein neues Traditionsbewusstsein auch auf Rommel setzen? Oder gehört er in den Giftschrank der Geschichte?

Ergänzt von Filmausschnitten zentraler Rommel-Verfilmungen debattieren Militärhistoriker Johannes Hürter vom Münchner Institut für Zeitgeschichte und Peter Lieb vom Potsdamer Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.


Deutsche Uraufführung "Monika Hauser - Ein Portrait"

Montag, 5. März, 18 Uhr
Film im Gespräch zum Thema "Gewalt und Geschlecht"

Anschließend Gespräch und Diskussion mit Monika Hauser

Jeder Krieg ist auch ein Krieg gegen Frauen, Massenvergewaltigung gilt als strategische Kriegswaffe. Die Frauenärztin Monika Hauser kämpft seit gut 20 Jahren mit der von ihr gegründeten Hilfsorganisation "medical mondiale" lokal und international für die traumatisierten Opfer sexueller Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten. Der Film begleitet Monika Hauser, erzählt ihren Werdegang, ihre Motivationen und deckt Hintergründe und Strukturen auf, die Gewalt gegen Frauen überhaupt erst ermöglichen. Dabei begegnen wir Frauen, für die der Kampf gegen sexualisierte Gewalt eine Lebensaufgabe darstellt. Für ihre Initiative nahm Monika Hauser zahlreiche Auszeichnungen entgegen, unter anderem den als Alternativer Nobelpreis bekannten Right Livelihood Award 2008.

"Monika Hauser - Ein Portrait"
D 2016, Regie: Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken
Produktion: Thali-Media GmbH, München
Verleih: barnsteiner-film; Deutscher Kinostart: 3. Mai 2018


Der Dreißigjährige Krieg

Montag, 19. März, 18 Uhr
Forum Museum

Zu Gast: Prof. Dr. Herfried Münkler (Berlin)
Moderation: Frank Werner, Chefredakteur ZEITGeschichte

Es war der Krieg, der das Gesicht Europas veränderte. Die Rede ist vom Dreißigjährigen Kriegen, dessen Bedeutung durch die beide Weltkriege des 20. Jahrhunderts verblasste. Dass es sich dennoch lohnt, über den Dreißigjährigen Krieg mehr als nur seine monströse Dauer zu wissen, ist der Ausgangspunkt des Politikwissenschaftlers und Bestsellerautors Herfried Münkler.

In seinem neuesten Buch zeigt er die Vielschichtigkeit der europäischen Katastrophe auf, die von Bürgerkriegen, Verfassungskonflikten, hegemonialen Machtansprüchen sowie religiösen und diplomatischen Grabenkämpfe immer wieder befeuert wurde. Der Dreißigjährige Krieg ist für Münkler mehr als eine Notiz im Aktenschrank der Geschichte, er ist auch eine historische Blaupause, um gegenwärtige Konfliktlagen besser zu verstehen.


Der Krieg, den keiner so nennt: Deutschland zwischen Revolution und Versailles 1918/19

Montag, 9. April, 18 Uhr
Forum Museum

Zu Gast: Andreas Platthaus, Frankfurt / Leipzig

Am 11. November 1918 wurden in einem Bahnwaggon die Weichen für das Ende des 1. Weltkriegs gestellt. In Compiègne unterzeich­neten die Kriegsparteien den Waffenstillstand. Damit endete zwar der Große Krieg, aber in Deutschland ruhten die Waffen noch lange nicht. In der Zeit vom Herbst 1918 bis Sommer 1919 überzogen Barrikaden und Artillerie die Straßen, tödliche Geschosse flogen durch die Häuserreihen.
Der renommierte Historiker und FAZ-Feuilletonist Andreas Platthaus betrachtet in seinem neuen Buch diese unmittelbare Nachkriegszeit als „Krieg nach dem Krieg“. Eine Zeit voller Gewaltausbrüche, in der blutig um die Antwort auf die Frage gekämpft wurde, in welche gesellschaftspolitische Ordnung Deutschland nach dem Großen Krieg überführt werden sollte. Vieles schien möglich, aber letztlich wurden die Weichen auf eine verhängnisvolle Zukunft gestellt.


Männlicher Krieg? Weiblicher Frieden?
GEWALT UND GESCHLECHT

Donnerstag, 26. April, 18 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung

weiteres zur Ausstellung finden Sie <<hier>>